Willkommen bei der BI "Wer Straßen sät, wird Autos ernten"
Jahreswechsel 2011 / 2012
Drum fordern wir in bescheidenem Maße
für die Völkerwanderung eine Umgehungsstrasse.
Im Süden - sagen wir - an den Alpen vorbei,
nördlich der Nordsee wär's einerlei,
im Westen schließt der Franzose das Tor,
und im Osten: nach Polen den Korridor!
Wir mittendrin können selig ruhn:
mit Verkehr ham' wir nichts zu tun.
frei nach Matthias Beltz (gest. 2002)
Frankfurter Kabarettist
11.12.2011 - Der "AK gegen die Autobahn in Hemmingen" ist kein AK der BI
Ein von der BI unabhängiger Arbeitskreis hat eine Zeitung herausgegeben, die der BI-eigenen Zeitung täuschend ähnlich gestaltet worden ist. Diese Zeitung ist nicht von der BI. Inhaltlich sind zudem wesentliche Positionen nicht mit den Forderungen unserer BI zu vereinbaren.
Unsere Stellungnahme -> hier
1.12.2011 - Entwicklungsausschuss hört sich Straßenbahnpläne an
Am 1. Dezember tagte der neue Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt. Vertreter der Region, der Planungsbehörden und der mit Planung beauftragten Ingenieurfirmen erklärten welche Alternativen für den zweiten Abschnitt der Verlängerung der Stadtbahn zwischen Saarstr. und der geplanten Endstation südlich der Weezener Landstrasse z.Zt. angedacht werden.
Es wurden 2 Varianten vorgestellt, beide mit 2 Gleisen und insgesamt 4 Haltenstellen.
Siehe LN vom 3.12 -> hier.
Kompletter Pressespiegel -> hier.
Die Stellungnahme unserer BI:
BI fordert:
Stadtbahn auch ohne B3neu!
Die BI fordert seit langem eine Verbesserung des ÖPNV in Hemmingen. Eine Stadtbahn wäre dazu ein geeignetes Mittel, und das auch ohne B3neu. Technisch ist es möglich die Stadtbahn auch ohne eigenen Gleiskörper zu führen.
Als Pulkführer würde sie alle 10 Min vor dem Autoverkehr herfahren. So würde die Stadtbahn nicht behindert und auch für den Autoverkehr kommt es kaum zu Verzögerungen.
Dass solche integrierten Lösungen wissenschaftlich erwiesen bessere Alternativen sind, hat zuletzt der bekannte hannoversche Verkehrsplaner Robert Schnüll in einer Stellungnahme zur Stadtbahnentwicklung herausgestellt.
Im Gegensatz zu einer solchen Lösung, die ein Umsteigen vom Auto auf die Bahn fördert, führt das Projekt B3neu zu einer enormen Kapazitätsausweitung für den PKW –Verkehr. Fahren heute auf der B3alt 24000 Fahrzeuge, können es auf B3alt und B3neu zusammen 37000 sein.
Der Versuch dem Bau der B3neu durch die Verkoppelung mit der Stadtbahn einen quasi ökologischen Heiligenschein zu verpassen, entpuppt sich als zynische politische Lüge.
07.09.2011 Straßenbaubehörde mischt sich in Wahlkampf ein
Die Straßenbaubehörde war sich nicht zu schade, passend zum Kommunalwahlkampf Infos zu den im letzten Jahr gemessenen Belastungen an der B3 bekannt zu geben. Was sie bekannt gibt, soll selbstverständlich die Forderung der großen Parteien und des Bürgermeisters nach einer B3neu stützen. Eine solche Einmischung durch eine Landesbehörde widerspricht eklatant demokratischen Grundsätzen. Dieses wahltaktische Manöver ist unübersehbar. Denn bei genauerem Hinsehen ist erkennbar, dass und wie die Behörde Tatsachen verschleiert (z.B. anscheinend nur ein einziger Zählpunkt zwischen Landwehrkreisel und Deveser Str.) und wie sie z.T. mit ihren eigenen Zahlen unredlich umgeht (z.B Hervorheben der Belastung besonderer einzelner Tage, was es so im Vergleich noch nie gegeben hat).
Auffallend ist: inzwischen ist man offenbar schon dankbar, wenn man meint, die Belastung sei „mehr oder weniger gleich“ geblieben. Das klang bisher völlig anders. Noch bis in die jüngste Zeit hinein war davon die Rede, dass der Verkehr auf der B3 an allen Punkten ansteigt (z.B.Schacht, 26.11.09 vor dem Stadtentwicklungsausschuss).
- Tatsache 1: Wir sind mehr denn je meilenweit entfernt von den Belastungsgrößen, die dem autobahnähnlichen Ausbaustandard der vorgesehenen B3neu einstmals zugrunde gelegt worden sind. Ein solcher Ausbaustandard wurde damals mit einer zwischen 25% und 40% größeren Belastung (je nach Zählpunkt) begründet als sie in der heutigen Realität tatsächlich anzutreffen ist.
- Tatsache 2: Was von Süden auf Arnum morgens zurollt und nach dorthin abends zurückrollt (und also auf eine Umgehungsstraße gehen könnte) ist weniger als das, was Devese heute schon zu ertragen hat und gerade mal soviel, wie die Weetzener Landstr heute tagtäglich verkraften muss. Das muss man sich einmal vergegenwärtigen!
Wenn überhaupt, beweisen die neueren Zahlen, wie weiterhin davon abgelenkt wird, dass die faktischen Grundlagen der gigantischen Neuplanung trotz aller gegenteiligen Beschwörungen der B3-Verfechter nicht vorhanden sind. Dem Planfeststellungsbeschluss liegen völlig andere Dimensionen zugrunde. Das vorhergesagte Aufkommen von 32.000 Kfz wird bei Weitem niemals erreicht und ist bekanntlich noch niemals erreicht worden ist, nicht ein einziges Mal). Es erscheint grotesk, vor diesem Hintergrund so zu tun, als ob sich nichts geändert habe. Der geplante Ausbaustandard bleibt das Stuttgart21 für Hemmingen.
06.09.2011 Wählerinitiative für die Grünen Hemmingen
Zur bevorstehenden Kommunalwahl haben sich betroffene Bürgerinnen und Bürger an die BI „Wer Straßen sät, wird Autos ernten“ gewandt und um Mithilfe bei einer Wählerinitiative zur Unterstützung der Grünen Hemmingen gewandt. Da in der BI sowohl Kritiker des Straßenbaus als auch Befürworter einer kleinen Lösung konstruktiv zusammen arbeiten, ist die BI diesem Wunsch spontan nachgekommen. In einem gemeinsamen Wahlaufruf heißt es „Als einzige politische Kraft nehmen die Grünen eine autobahnähnliche neue Trasse durch Hemmingen nicht hin und setzen sich für eine schlanke 2-spurige Variante ein“.
Es ist wie im Märchen von des Kaisers neuen Kleidern: jeder weiß, dass die jetzige Planung völlig überdimensioniert ist und bei einer Realisierung Schäden und massive Einbußen an Lebensqualität in Hemmingen zu erwarten sind. Aber niemand außer den Grünen traut sich, das auch zu laut sagen. Aus diesem Grunde appellieren die Unterzeichner an die Wählerinnen und Wähler, diesmal unabhängig über sonstige Parteigrenzen hinweg hier vor Ort den Grünen ihre Stimme zu geben.
Innerhalb kürzester Zeit hat die Initiative bereits rund 150 Unterschriften gesammelt. Der Wahlaufruf soll noch vor der Wahl öffentlich bekannt gemacht werden.
Er steht am Freitag, 09.09.2011 in Kurzform als Anzeige auf der Hemmingen-Seite der Leine-Nachrichten.
Der letzte öffentliche Diskussionsabend hat stattgefunden am
Mittwoch, 24. 08.2011, Beginn: 19.30Uhr
Devese
Mutter Buermann, Jägerzimmer.
Mit insgesamt 30 Interessierten haben wir dort die folgende Themen erörtert: Ergebnisse unserer Umfrage an die Parteien, Gründung des Vereins, thematische Orientierung der BI und der Wahlkampf in Hemmingen.
Insbesondere die Ergebnisse der Umfrage sind mit großem Erstaunen zur Kenntnis genommen worden. Wir werden sie in den Details noch veröffentlichen. Die Gründung des Vereins wurde nach kurzer Aussprache zustimmend zr Kenntnis genommen. Zur thematischen Ausrichtung wurden einzelne anregende Hinweise diskutiert.
16.8.2011: Die BI wird zum Verein
Am 14.8.2011 hat sich die seit den 90er Jahren bestehende Bürgerinitiative „Wer Straßen sät, wird Autos ernten“ als Verein mit gleichem Namen konstituiert.
In den Vorstand wurden Tom Todd (Vorsitzender), Burkhard Lange und Evelyn Grimm (jew. Stellvertreter) von den 9 Gründungsmitgliedern gewählt.
Herr Todd und Herr Lange wurden in ihrer Funktion als Sprecher der BI bestätigt.
Der Verein wird beim Amtsgericht Hannover ins Vereinsregister eingetragen.
Alle interessierten B3-Gegener sind herzlich eingeladen, Mitglied zu werden
(formloser Antrag an info@stopneueb3.de). Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 12 Euro (1 Euro je Monat).
In der Vereinssatzung heißt es:
"Zweck des Vereins sind Bündelung und Intensivierung von Aktivitäten zum Schutz der Umwelt- und Lebensqualität in der Region Hannover, insbesondere in der Stadt Hemmingen, Darstellung des Zusammenhangs von Straßenbau und Verkehrsentwicklung, Beteiligung an der öffentlichen Diskussion über Verkehrsfragen im Hinblick auf einen intelligenten und zukunftsfähigen Mix von Verkehrssystemen, sowie die Bereitstellung eines Diskussions- und Aktionsforums für Betroffene."
20. März 2011: BI - AKTUELL NUMMER 2 WIRD VERTEILT !!!
Die zweite Ausgabe der BI - Aktuell wird zur Zeit in Hemmingen verteilt !
Schwerpunkt der Ausgabe sind die Auswirkungen der B3-neu auf Devese und die Haltung der Volksparteien zu dem B3neu-Traum aus Asphalt und Beton !
PDF-Dokument [294.2 KB]
Aktuelles: Übersicht
01.03.2011: Die Stadt Hemmingen muss endlich handeln!
Mit dauerndem Nachfragen in Berlin und Hannover tut die Stadt Hemmingen so, als würde sie etwas in Sachen Verkehrsplanung und Entlastung der B3-Anlieger tun. Was soll das Blendwerk? Wir fordern als Sofortmaßnahme zur nächtlichen Beruhigung Tempo 30 auf der B3 in Arnum. Das kann mühelos mit Hilfe der fünf vorhandenen Ampeln und der Anschaffung eines mobilen Bltzgerätes durch die Stadt durchgesetzt werden.
1.12.2010: Hemminger Appell: 60 Erstunterzeichner fordern Stopp der B3neu
In einem Appell an Hemminger Bürger, Vereine und Gruppen und besonders an Landes- und Bundespolitiker haben mehr als 40 Erstunterzeichner appelliert, die Durchführung der B3neu-Pläne auszusetzen und kurzfristige Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung umzusetzen.
Den vollen Text können Sie lesen und auch online unterschreiben unter:
1 12. 2010 Seriöse Information offenbar von vielen gewünscht
Am 1.12. versammelten sich 125 Interessenten und Unterstützer unserer BI, um einen Vortrag von Prof. von Winning, Universität Kassel, zum Thema „Zukunftsfähige Verkehrsplanung in einem Ballungsrandgebiet". An der Tatsache, dass der große Saal bei Mutter Buermann überfüllt war, zeigt sich wie sehr dieses Thema die Hemminger Bürger weiterhin interessiert und dass viele Hemminger nicht bereit sind, Hemmingens Verkehrsprobleme einer Bundespolitik zu opfern, die eher von einer Industrielobby gesteuert ist.
Prof. von Winning hat verdeutlicht, in welch hohem Masse die in der bundespolitischen Verkehrsplanung angewandten Entscheidungskriterien durch politische Beliebigkeit gekennzeichnet sind und im Wesentlichen von den Lobbyinteressen der Straßenbau- bzw. Automobilindustrie bestimmt werden.
Die von den Strassenbaubehörden geforderte Leistungsfähigkeit der Verkehrssysteme stütze sich auf das bequeme Prinzip der Begünstigung von Hochgeschwindigkeit, die sich aber in der Realität nicht als Vorteil durchsetzen kann. Hinzu komme, dass dieses Prinzip auch nicht die dringend erforderliche Erreichbarkeit und Effizienz von Verkehrssystemen bewerkstelligt.
Der Referent skizzierte die Vorteile eines intelligenten Expressbus-Netzes (elektronisches Verkehrsmanagement), die sogar deutlich die Vorteile einer Straßenbahn überwiegen würden, zumal diese einen im Verhältnis überteuerten eigenen Gleiskörper erfordert. Es sei offenkundig, dass im Übrigen eine Straßenbahn ein Vielfaches einer Expressbuslösung kostet.
Die zur Begründung einer Ortsumgehung wie die B3neu angeführten Prognosen seien eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, die sich nur durch den induzierten Verkehr und die daraus folgende städtebauliche Konzentration bewahrheiten könne.
Weitere interessante Lösungsansätze wurden angedeutet, die den nicht-motorisierten und den Lkw-Verkehr betreffen. Auf jeden Fall wurde deutlich, dass Hemminger Verkehrsprobleme und deren Lösungen, einerseits, und die Bundesfernstraßenplanung zwei völlig verschiedene Paar Schuh sind.
Selbst hinsichtlich einer Lärmreduzierung bieten sich eine Reihe von technischen Lösungen an, die in der bestehenden Stadtstruktur ohne weiteres umsetzbar sind.
Nicht zuletzt setzt Prof von Winning auf eine wohl unausweichliche Straßenbemautung, die eine Lösung der dringendsten Probleme durch Verkehrsvermeidung bringt.
Am Ende der Veranstaltung wurde ein „Hemminger Appell für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik" vorgestellt, dem mehr als 40 Hemminger als Erstunterzeichner beigepflichtet haben. In dem Appell wird gefordert den Planfestellungsbeschluß B3neu nicht umzusetzen, Alternativen ernsthaft zu prüfen und kurzfristig Maßnahmen zu Verkehrberuhigung an der B3alt und allen anderen hochbelasteten Starßen in Hemmingen durchzuführen. Der Appell kann unter www.hemmingerappell.de eingesehen und ab nächste Woche im Internet auch unterschrieben werden.
24.11.2010 Zensur: Öffentlichkeit bei Pettionsanhörung ausgeschlossen
Hemminger Bürger (darunter Mitglieder dieser BI) hatten sich im Frühling dieses Jahres an den Petitionsausschuss des Niedersächsischen Landtages gewandt und um Überprüfung der Planung für die B-3-neu in Hemmingen gebeten.
Am 24.11.10 wurden anlässlich einer Begehung durch das Mitglied des Petitions-ausschusses MdL E. Hagenah die Petenten, Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr befragt.
Da solche sog. Vorortstermine bisher immer öffentlich durchgeführt wurden, haben die Petenten auch den Berichterstatter der Leine Nachrichten gebeten, an dem Termin teilzunehmen, damit die Bevölkerung Hemmingens an dem demokratischen Prozess teilnehmen kann.
Frau Recker, Referatsleiterin des Wirtschaftministeriums, forderte allerdings gleich zu Beginn, der Pressevertreter möge den Raum verlassen und forderte die Anwesenden auf: „nichts dürfe in die Zeitung".
Wir halten ein solches Vorgehen für skandalös in einer Demokratie und sehen hierin eine politisch gewollte Zensur. Die Antworten der Behördenvertreter auf die Fragen des MdL Hagenah zeigten auch deutlich auf, warum Frau Recker auf eine Geheimhaltung bestand. Sie hat sich strikt verweigert zu den Widersprüchen in der Verkehrsplanung im Großraum Hannover Stellung zu nehmen.
Zum einen werden die behördlichen Prognosen für 2015 hartnäckig für glaubwürdig erklärt, obwohl sie um 40% von der amtlich festgestellten Realität eines sinkenden Aufkommens abweichen. Zum Anderen wollte Frau Recker dafür keine Erklärung bieten, warum dieser prognostizierte Zuwachs in der Planung der Stadt Hannover unter den Tisch fällt und die Landesbehörde für Straßenbau behauptet, der auf Hannover zufließende Verkehr werde künftig nicht zunehmen.
Wir fordern die beteiligten Behörden und Politiker auf, in Zukunft die von Ihnen selbst gepriesenen demokratischen Regeln der Bürgerbeteiligung zu beachten.
9.Okt.2010 "Breite Mehrheit" wofür? Demo ein Flop
Sie war so groß angekündigt. Und sie sollte eine "eindrucksvolle Demonstration" sein für die angebliche Mehrheit der Hemmingerinnen und Hemminger, die die neue Straße wünschen. Und was war? Trotz bester Voraussetzungen konnte nur mit hängender Zunge und bei sehr großzügiger Schätzung gerade mal die Hälfte des selbst gesteckten Ziel s von 1000 Teilnehmenden gerade eben erreicht werden.
Sept. 2010 Hemmingen 21: Parallelen und Unterschiede
Wie sich die Bilder gleichen :
Stuttgart 21 und Hemmingen 21 - es gibt fatale Parallelen ebenso wie krasse Unterschiede. Peinlicherweise in beiden Fällen so, dass es Hemmingen nicht gerade zur Ehre gereicht.
Juli / August 2010 Bürgermeister kann seinen Vorwurf nicht belegen
Die BI hat mit Empörung zur Kenntnis genommen, dass der oberste Repräsentant dieser Stadt, der nach der Verfassung alle Einwohnerinnen und Einwohner zu repräsentieren hat, sich zu einer solchen Äußerung hat hinreißen lassen. Auf unsere Aufforderung hin, den Vorwurf der Hetze entweder zu belegen oder zurückzunehmen, hat sich gezeigt, dass es nicht in der Lage ist, auch nur einen einzigen Beleg dafür beizubringen. Kein einziges Zitat, keine einzige Handlung. Dennoch nimmt er seinen Vorwurf nicht zurück, geschweige denn, dass er sich entschuldigen würde. Bürgerschaftliches Engagement vor Ort gegen den B3-Neubau wird von ihm weiterhin diffamiert. Weiß er, was er tut? Wenn allein die Rechtsgültigkeit eines Vorhabens schon ausreicht, um Kritik als "Hetze" zu bezeichnen, dann hetzen z.B. in Stuttgart über 50.000 Menschen gegen einen (ebenfalls rechtsgültigen) Neubau-Giganten, der ein reines Prestigeprojekt darstellt. Vielleicht sollte der Bürgermeister mal Nachhilfe nehmen im Gemeinschaftskunde-Unterricht der Sekundarstufe der KGS in Hemmingen (oder jeder anderen Schule).
18.6.2010 SPD-Vorsitzender legt nach
Der SPD-Vorsitzende in Hemmingen fordert die Gegner der Umgehungstraße auf, zum demokratischen Verhalten zurückzukehren.
17.6.2010 Empörende Äußerung von BM Schacht
In einem kurzen Beitrag in den LN über die Haltung der CDU zum Gerichtsbeschluß wurden empörende Äußerungen des BMs öffentlich gemacht. Schacht äußerte: Die Gegner des Straßenbauvorhabens.. sollten.. aufhören, Menschen gegeneinander aufzuhetzen.
Siehe Pressspiegel !
17.6.2010 Bundesverwaltungsgericht verwirft Revisionsklage
16.6.2010 Aktion Pro B3neu wird von Asphaltlobby unterstützt
Die Aktion Pro B3 wird von der sog. "Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung" (GSV) unterstützt. Mit Umweltschutz hat diese Gesellschaft allerdings weniger zu tun. Denn sie ist ein Sammelbecken der Asphalt- und Autoindustrie (STRABAG, Heidelberger Cement, Volkswagen).
Wie die Sprecherin der Aktion auf der Versammlung vom 3. Juni berichtete, wird die Bürgerinitiative von der GSV in ihrer Arbeit unterstützt. Der GSV-Vertreter Herr Hense hätte am Treffen teilnehmen wollen, war aber verhindert.
Schon 2003 wusste der Spiegel zu berichten:
"Unter den Sponsoren der GSV findet sich etwa der Bundesverband der Deutschen Zementindustrie, der Verband der Automobilindustrie, Industrie- und Handelskammern quer durch die Republik, die Verbände BetonMarketing West, Nord und Ost sowie die Süd Zement Marketing." Siehe http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-27163291.html
Bericht der BI gegen eine Fichtelgebirgsautobahn über die GSV hier
Eintrag in Wikipedia zur GSV hier
Lesen Sie hierzu unsere Pressemitteilung hier
12.6.2010 Staatsekretär räumt B3neu vorerst keine Chancen ein
Der Hemminger SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch berichtet auf seiner Webiseite: Auf Nachfrage der SPD-Landesgruppe am Do. 10.6.2010 beim Verkehrsministerium habe der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann (CDU) eingeräumt, dass das Projekt vorerst keine Aussicht auf Verwirklichung habe.
Beim Gespräch habe sich herausgestellt, dass der Bund alle Bundesstraßenprojekte gestoppt hat. Die CDU-Abtgeordnete, Maria Flachsbarth. meinte, in der Sache habe sich durch die Aussage Ferlemanns nichts geändert.
Unsere BI versucht derziet hierzu mehr Informationen vom Staatssekretär zu bekommen.
Die Presse hierzu
Unsere Stellungnahme hier
12.6.2010 - 58 Teilnehmer bei unserer Radtour entlang der B3neu-Trasse
Die BI hat zusammen mit den Grünen, der NABU und dem BUND zu einer Radtour entlang der geplanten Trasse der B3neu eingeladen. Die Tour war ein voller Erfolg.
Bericht der Leine Nachrichten hier
Stadt Hemmingen legt Lärmaktionsplan vor
Nach der seit 2002 geltende Richtlinie der EU zur Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm müssen Kommunen einen Lärmaktionsplan vorlegen.
Dies hat nun auch die Stadt Hemmingen im Entwurf getan.
Wesentlicher Stützpunkt ist dabei die B3neu.
Hier finden Sie den Text des Entwurfs
Hier finden Sie Informationen zu der Richtlinie
16.2.2010 Straßenbaubehörde bestätigt Rückgang des B3-Verkehrs
Auf Initiative von Bürgermeister Schacht fand heute ein Treffen unserer BI mit Vertretern der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (LSV) statt. Zwei Vertreter der BI "Aktionsbündnis Pro-B3-Umgehung" nahmen ebenfalls teil, wie auch Beamte des Stadtbauamts Hemmingen.
Wir hatten in der Pressekonferenz vom 21.1.2010 bekanntgegeben, dass der Verkehr zwischen 2001 (Basisstudie des Planfeststellungsverfahrens) und 2005 (Zahlen der LVS) stark zurückgegangen ist. Die LSV wollte uns heute erklären, warum aus deren Sicht die Zahlen so nicht verglichen und interpretiert werden können.
Im Wesentlichen aber hat die Behörde unsere Zahlen bestätigt und ebenfalls bestätigt, dass die Zahlen vergleichbar sind und an allen drei Zählstellen der LSV 2005 eine Abnahme des Verkehrs gegenüber 2001 zu verzeichnen ist. Dieser Rückgang liegt bei -6% im Norden (Stadtgrenze Hannover/Hemmingen), bei -23% an der K221 (Roter Hahn, Hemmingen) und -21% zwischen Pattensen und Arnum.
Laut LSV wäre die Zahl für den K221 (16.000 Kfz) nicht belastbar, weil an "ein Paar Wochen" in den 4 Monaten der Zählungen (8 insgesamt) eine Baustelle vorhanden war. Die LSV konnte aber keine Erklärung dafür liefern, wie die Baustelle eine Abweichung von -23% zu 2001 verursachen könnte. Somit sehen wir diese Zahl auch als weitestgehend betästigt.
Es bleibt dabei: der Verkehr ist um bis zu 23% zurückgegangen und liegt damit bis zu 33% unter der Prognose für 2015, die den Bau der B3neu begründet.
Siehe hierzu: Grafik
